Seit Jahrzehnten beginnt der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) die Jahresarbeit der Deutschen Minderheit im Königreich Dänemark mit einer Neujahrstagung in der Akademie Sankelmark unweit von Flensburg in Schleswig-Holstein.
Dabei bietet der BDN seinen aktiven Mitstreitern eine breite Palette an Themen, die von der facettenreichen Arbeit der Deutschen Minderheit in Dänemark bis hin zu allgemeinen Themen wie Küstenschutz, Demokratische Willensbildung und aktuellen Themen der dänischen und deutschen Politik reichen.
Lesen Sie hier das Programm der Neujahrstagung des Bundes Deutscher Nordschleswiger.
In diesem Jahr war auch der Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, Hartmut Koschyk, bei der Neujahrstagung des BDN in der Akademie Sankelmark zu Gast.
Die Stiftung Verbundenheit verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem BDN, die in der im letzten Jahr verstorbenen Persönlichkeit Peter Iver Johannsen begründet ist, dem langjährigen Generalsekretär des BDN und Mitbegründer der Stiftung Verbundenheit und deren langjähriger Stiftungsrat. Ihm folgte Ruth Candussi nach, die Sekretärin der Schleswigschen Partei (SP),der politischen Organisation des BDN, die aktiv im Stiftungsrat der Stiftung Verbundenheit mitarbeitet. Gleiches gilt für Claudia Knauer, Journalistin, Autorin und jetzige Büchereidirektorin des Verbandes Deutscher Büchereien in Nordschleswig, die Mitglied des Fachbeirates „Deutsche Sprache“ der Stiftung Verbundenheit ist und an dessen Sprachkonzept mitgearbeitet hat.
Der BDN-Vorsitzende Hinrich Jürgensen und BDN-Generalsekretär Uwe Jessen freuten sich sehr, in Hartmut Koschyk einen langjährigen treuen Freund der Deutschen Minderheit in Dänemark begrüßen zu können, der in seiner 27-jährigen Mitgliedschaft des Deutschen Bundestages und in seinen Regierungsfunktionen als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten viele Projekte des BDN tatkräftig unterstützt hat.
Koschyk sprach bei der BDN-Neujahrstagung über Alexander von Humboldt als menschlichen Brückenbauer in Europa und der Welt. Dabei rückte Koschyk nicht den Naturwissenschaftler, sondern den Humanisten Alexander von Humboldt in den Mittelpunkt, der ganz im Sinne des Leitwortes der Stiftung Verbundenheit „weltverbunden“ viele bis heute nachwirkende Brücken zwischen dem damaligen deutschen Sprachraum und den europäischen Nachbarn, aber auch nach Lateinamerika und Russland geschlagen hatte.
Koschyk zeichnete eine rote Linie von dem sozialen Engagement Humboldts für die Bergleute, vor allem die jungen Menschen in Franken bis hinzu seinem Engagement für die indigenen Völker der damaligen spanischen Kolonien, für die Unabhängigkeit Lateinamerikas, für die Abschaffung der Sklaverei in den USA sowie für die Unabhängigkeit des damals geteilten Polen.
Koschyk berichtete über verschiedene Humboldt-Projekte der Stiftung Verbundenheit im kulturellen und sozialen Bereich, wie verschiedene Theaterprojekte, aber auch ein Sozialprojekt in Bolivien.
Der Bibliothek des BDN überreichte Koschyk eine Auswahl an Humboldt-Literatur sowie die Symbol-Figur für das Sozialprojekt in Bolivien, den „Humboldtcito“.
Seinen Besuch in Sankelmark nutzte Koschyk auch für intensive Gespräche mit der Führung des BDN über weitere gemeinsame Projekte mit der Stiftung Verbundenheit in der Zukunft. Auch mit dem langjährigen BDN-Vorsitzenden und FUEN-Präsidenten Hans Heinrich Hansen und dem jetzigen FUEN-Vizepräsidenten Gösta Toft tauschte sich Hartmut Koschyk über aktuelle minderheitenpolitische Fragen aus.
Hier weitere Bilder der Neujahrstagung: