Mit den Klick auf "Alle akzeptieren", sind Sie damit einverstanden, dass wir Cookies (auch von Drittanbietern) auf Ihrem Gerät speichern, um das Nutzererlebnis für Sie zu verbessern und für Marketingzwecke Ihre Seitennutzung aufzeichnen. Weiter Informationen finden Sie hier:
Datenschutzerklärung | Impressum
Datum
26.3.2025
Autor

Auftaktveranstaltung “200 Jahre deutsche Einwanderung in Argentinien” mit Ministerpräsident Stephan Weil in Buenos Aires – Stiftung Verbundenheit mit Ausstellung vertreten

Im historischen “Museum der Einwanderung” (Museo del Inmigrante) in Buenos Aires fand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft und in Anwesenheit des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Herrn Stephan Weil, die Eröffnungsveranstaltung zum 200-jährigen Jubiläum der deutschen Einwanderung nach Argentinien statt. Die Stiftung Verbundenheit ist als Kooperationspartner der Deutschen Botschaft mit mehreren Projekten, so auch mit der offiziellen Ausstellung “200 deutsche Einwanderung in Argentinien”, in die Jubiläums-Agenda eingebunden. Für die Stiftung Verbundenheit nahm der Leiter des Teams in Lateinamerika, Gabriel Podevils an der Eröffnungsfeier teil. Tomás Schierenbeck, Historiker und Mitglied der Stiftungsinitiative #JungesNetzwerk, und Dr. Inés Yujnovsky, Historikerin der Universidad Nacional de San Martín (UNSAM), haben die Ausstellung im Auftrag der Stiftung Verbundenheit und der Deutschen Botschaft in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum der deutschsprachigen Einwanderung (DIHA) konzipiert. 

Von links nach rechts: Tomas Schierenbeck (#JungesNetzwerk), Germán Lehrke (Präsident der FAAG), Stephan Weil (Ministerpräsident von Niedersachsen), Victoria von Neufforge (Vizepräsidentin der FAAG) und Gabriel Podevils (Stiftung Verbundenheit).

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herr Dieter Lamlé, eröffnete die Veranstaltung im Museo de la Inmigración (Museum der Einwanderung) statt. Dieses historische Gebäude war einst das erste „Hotel de Inmigrantes“ („Hotel der Einwanderer“) Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Dort verbrachten die ersten Einwanderer aus verschiedenen Teilen der Welt ihre ersten Tage in Argentinien.

Die Zusammenkunft, geprägt von starker Symbolik, historischem Hintergrund und großen Emotionen, wurde vom Ministerpräsidenten Stephan Weil geleitet. Unter den Anwesenden befanden sich Vertreter der deutsch-argentinischen Gemeinschaft, des argentinischen Staates und der Autonomen Stadt Buenos Aires, bekannte Künstler, diplomatische Vertretungen verschiedener Länder, Repräsentanten deutscher Institutionen und Organisationen in Argentinien, sowie eine hochrangige Delegation deutscher Unternehmer und Politiker aus dem Bundesland Niedersachsen.

Der deutsche Botschafter in Argentinien, Herr Dieter Lamlé, während seiner Eröffnungsrede.

Es handelte sich um die „Sieben Winzer aus dem Rheingau“, namentlich die Herren Plaul, Faust, Graser, Wagner, Schröder, Antoni und Mella, die zusammen mit ihren jeweiligen Familien insgesamt 20 Personen ausmachten. Ihr Ziel war die Provinz Buenos Aires.

Darüber hinaus hob Lamlé die Bedeutung der bilateralen Beziehung hervor: „Die Beziehung zwischen Argentinien und Deutschland war stets geprägt vom Austausch von Ideen und persönlichen Begegnungen.Doch nicht nur die Anzahl der Einwanderer stärkte diese Verbindung, sondern auch Argentiniens Bereitschaft, Ausländer und neue Ideen willkommen zu heißen sowie die Gastfreundschaft, die stets geboten wurde.“

Abschließend wies er darauf hin, dass die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum der Freundschaft über mehrere Monate hinweg stattfinden und in allen Provinzen des Landes ausgetragen werden.

Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil.

Stephan Weil, der Ministerpräsident von Niedersachsen, richtete anschließend einige Worte an das Publikum und betonte den Einfluss der deutschen Gemeinschaft in Argentinien:
„Die deutsche Einwanderung war entscheidend für den Aufbau dieses Landes. Vom Land über die Industrie, von der Bildung bis zur Kultur,  die Nachfahren jener ersten Einwanderer tragen weiterhin zum Entwicklung Argentiniens bei.“ Zudem hob Weil nachdrücklich hervor, dass „jeder Migrant mit dem Dilemma konfrontiert ist, ein Zuhause hinter sich zu lassen, um in einem unbekannten Land ein neues zu schaffen.“ Dies war eine klare Botschaft des Verständnisses für Migranten und eine Wertschätzung der Herausforderungen, denen Europa heute gegenübersteht, bei denen Menschlichkeit und Brüderlichkeit Priorität haben sollten.

Die Eröffnungsfeier wurde zudem mit der Teilnahme von Schauspielern und Schauspielerinnen bereichert, die historische Persönlichkeiten deutschen Ursprungs darstellten, die in Argentinien lebten, wie zum Beispiel: Otto Krause, Alberto Prebisch, Teodora Schwartz, Ernesto Tornquist und andere. Die Künstler durchzogen das Auditorium und erzählten das Leben und Werk dieser Persönlichkeiten.

Musiker, der das Bandoneon spielt 

Abschließend ist der besondere Beitrag der Wanderausstellung „200 Jahre deutsche Einwanderung nach Argentinien“ hervorzuheben, die bei der Veranstaltung präsentiert wurde. Diese Ausstellung besteht aus mehr als einem Dutzend Bannern mit Bildern und historischen Daten zur bilateralen Beziehung und wurde gemeinsam von der Stiftung Verbundenheit mit Deutschland im Ausland, dem DIHA Zentrum (Zentrum für Dokumentation der deutschsprachigen Einwanderung in Argentinien) und der Deutschen Botschaft in Argentinien erstellt.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Mitwirkung der Historiker Dr. Inés Yujnovsky und Dr. Tomás Schierenbeck an der Entwicklung der Ausstellung besonders hervorheben.

Dr. Inés Yujnovsky und Dr. Tomás Schierenbeck.

Die Stiftung Verbundenheit und ihre Bürgerdiplomatie-Initiative #JungesNetzwerk bedankt sich für die Einladung. 

Unterstützen Sie die Stiftung Verbundenheit

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie ausgewählte humanitäre und kulturelle Stiftungsprojekte weltweit. Werden Sie Teil unseres Spenderkreises und erhalten Sie exklusive Einblicke und Angebote.
Unterstützer werden