Um Schwerpunkte der Zusammenarbeit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) zu besprechen, fand jüngst ein Online-Treffen zwischen beiden Organisationen statt.
Die Stiftung war durch den Stiftungsratsvorsitzenden Hartmut Koschyk, Geschäftsführer Sebastian Machnitzke, Teamleiter für Mittel- und Osteuropa Dominik Duda sowie Monika Ambach, die Projektkoordinatorin für den Länderbereich Ungarn, vertreten. Von Seiten der LdU nahmen deren Vorsitzende, Frau Ibolya Hock-Englender, und die Vizevorsitzende Frau Olivia Schubert teil, die auch Vizepräsidentin der Förderalistischen Union der europäischen Nationalitäten (FUEN) ist.

Erörtert wurde die aktuelle Situation der deutschen Nationalität in Ungarn. Die Vorsitzende Hock-Englender gab einen kurzen Überblick über die Arbeit der LdU und deren Vollversammlung und erläuterte Projekte, die gegenwärtig sehr im Fokus stehen. So erfreut sich der Ungarndeutsche Podcast einer regen Nachfrage, für den mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) bereits die zweite Staffel aufgezeichnet wird. Es handelt sich um ein wichtiges Vorhaben, das interessante Einblicke in das Leben der Ungarndeutschen gibt und mit dem auch die junge Generation angesprochen werden soll.
Frau Hock-Englender berichtete ferner über die gegenwärtige Lage der ungarndeutschen Bildungseinrichtungen, die in der Trägerschaft der örtlichen deutschen Selbstverwaltungen sind. Ihre Anzahl beträgt 72, für weitere drei Bildungseinrichtungen ist die Landesselbstverwaltung verantwortlich. Der Unterhalt dieser Einrichtungen, auch im Energiebereich, wird von ungarischer Seite gefördert.
Die Nationalitäten in Ungarn, so auch die deutsche, erhalten staatliche Unterstützungen. Aber für die Entwicklung und Entfaltung der Ungarndeutschen sind die Projektmittel des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) von immenser Bedeutung. Diese werden über die Stiftung Verbundenheit ausgereicht und ermöglichen wichtige Bildungs- und Jugendprojekte sowie gemeinschaftsfördernde Maßnahmen.
Die Zusammenarbeit zwischen der LdU und dem BMI gestaltet sich sehr gut. Gleiches gilt laut Frau Hock-Englender auch für die Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit, welche die Mittlertätigkeit für das BMI innehat.
Die Stiftung Verbundenheit und die LdU planen auch gemeinsame Projekte. So wird die Stiftung Verbundenheit in ihrer Online-Diskussionsreihe „Deutsche Minderheiten stellen sich vor“ demnächst auch die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen vorstellen. Auch eine Präsentation ungarndeutscher Kultur und Kulinarik in Bayreuth, dem Sitz der Stiftung Verbundenheit wird, angestrebt.