25-jähriges Jubiläum der Sektion Nordschleswig des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland / VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk gratuliert
VDA-Bundesvorsitzender Koschyk ist auch Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland.
Gemeinsam ist man stark. Das gilt für die deutschen Minderheiten in Europa, aber auch global. Eine Möglichkeit, sich kennenzulernen und auszutauschen bietet der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA). Daran erinnerte der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Hartmut Koschyk, der in seiner Eigenschaft als Bundesvorsitzender des VDA der nordschleswigschen Sektion zum 25. Geburtstag gratulierte. Er regte an, mehr Netzwerke innerhalb der Minderheiten zu gründen. „Wenn man gemeinsam seine Interessen formuliert und stärker auftritt, erreicht man mehr an Aufmerksamkeit und Unterstützung durch die Bundesrepublik“, so sein Rat.
von links vorne: VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk, BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, BDN-Generalsekretär Uwe Jessen, Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen, Schulrat Claus Diedrichsen
hintere Reihe von links: Peter Iver Johannsen, Generalsekretär a.D./VDA Verwaltungsratsvorsitzender, Jasper Andresen, Vorsitzender Deutscher Jugendverband für Nordschleswig, Leif Nielsen, Vorsitzender VDA Sektion Nordschleswig
Gerade die deutschen Minderheiten hätten einen sehr hohen Preis nach 1945 gezahlt und deshalb Anspruch auf „die Solidarität des deutschen Staates“. Er lobte den VDA Nordschleswig und den Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) für deren „verdienstvolle Arbeit“. „Wir als Nordschleswiger haben Hilfe, Unterstützung und Solidarität empfangen und deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, das an andere deutsche Volksgruppen in Europa weiterzugeben.“ Diese Aussage beeindruckte Hartmut Koschyk bei seinem gestrigen Besuch tief. Sie zeige, dass die deutsche Minderheit in Nordschleswig vorbildhaft arbeite. „Der BDN kann deshalb eine Schlüsselrolle in Europa einnehmen“, so seine Einschätzung.
Uwe Jessen, Hans Christian Bock, Vorsitzender des Deutschen Pressevereins, Maximiliane Koschyk, Chefredakteur Siegfried Matlok, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk, Peter Iver Johannsen, Hinrich Jürgensen, Geschäftsführer Christian Andresen, Deutscher Presseverein
Die globalen Herausforderungen müssen als Europäer angenommen werden – die „wichtigen Dinge“ wie Sprache, Kultur, Selbstverständnis, aber regional und lokal – egal wie die Grenze verläuft, damit „Identität, Sprache, Glauben frei und ungezwungen gelebt werden können“. Die „geistige Beheimatung“ sei nicht zwangsläufig von einer Grenze abhängig. Die größere Dimension hatte auch Leif Nielsen, Vorsitzender der VDA Sektion Nordschleswig im Blick, als er in seiner Begrüßung versprach: „Der VDA liefert einen kleinen Baustein für ein Miteinander in Europa.“ Grußworte sprachen Detlef Rach aus Stolp, Hans Christian Segeberg vom VDA Schleswig-Holstein und BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen.
Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung von zwei Jugendlichen aus Ungarn und einer Jugendlichen aus Litauen, die ein Gastschuljahr an der Deutschen Nachschule für Nordschleswig in Tingleff absolvierten
VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Koschyk führte im Vorfeld des Jubiläumsfestaktes ein Gespräch mit hochrangigen Vertretern des Bundes deutscher Nordschleswiger sowie anderer Verbände der deutschen Minderheiten, um sich über die Situation der Nordschleswiger in Dänemark zu informieren.
Finanzstaatssekretär Koschyk gemeinsam mit dem Chefredakteur des „Nordschleswigers“, der deutschsprachigen Tageszeitung Dänemarks, Siegfried Matlok
Ebenso traf sich Koschyk mit dem Chefredakteur des „Nordschleswigers“, der deutschsprachigen Tageszeitung Dänemarks, Siegfried Matlok. Siegfried Matlok ist seit 1979 Redaktionsleiter der deutschsprachigen Tageszeitung „Nordschleswiger“ in Apenrade und einer der führenden Repräsentanten der deutschen Minderheit in Dänemark.
Peter Iver Johannsen, Claus Erichsen, Hans Hinrich Matzen, Hinrich Jürgensen, PSt Hartmut Koschyk MdB, Heiko Frost, Jørn Warm, Leif Nielsen
Schulleiter Jorn Warn informierte VDA-Bundesvorsitzenden Koschyk bei einem Besuch der Deutschen Nachschule für Nordschleswig in Tingleff über deren Arbeit. Bereits ab Oktober 1946 konnten die ersten deutschen Privatschulen in Tondern, Hadersleben, Sonderburg und Seth ihre Tätigkeit aufnehmen. In den nachfolgenden Jahren wurden weitere Privatschulen gegründet. Hierunter auch die Deutsche Nachschule Tingleff in der Trägerschaft des Volkshochschulvereins für Nordschleswig.
Aufführung während des Nordschleswigschen Kinderchortages
In der Deutschen Nachschule Tingleff begegnen sich dänische und deutsche Kultur. Die Schülerinnen und Schüler sollen beide Kulturen kennen und schätzen lernen. Durch Toleranz und gegenseitige Akzeptanz wird so ein Weg geebnet, der den verständnisvollen Umgang der beiden Kulturen miteinander fördert.
Rundgang in der Deutschen Nachschule Tingleff : v.l. Hans Hinrich Matzen, Vorstandsmitglied VDA Sektion Nordschleswig, Heiko Frost, Leiter Bildungsstätte Knivsberg, Leif Nielsen, Peter Iver Johannsen, Hinrich Jürgensen, PSt Hartmut Koschyk MdB, Jørn Warm, Leiter der Nachschule Tingleff, Claus Erichsen, Vorstandsmitglied VDA Sektion Nordschleswig, Uwe Jessen
Finanzstaatssekretär Koschyk vor dem “Langbehn-Haus” gemeinsam mit dem Leiter der Bildungsstätte Knivsberg, Herrn Heiko Frost
Auch besuchte VDA-Bundesvorsitzender Koschyk den „Knisberges“ und tauschte sich mit dem Leiter der Bildungsstätte Knivsberg, Herrn Heiko Frost, aus.
Blick vom „Knisberges“ auf die Genner Bucht in Nordschleswig
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Zur Berichterstattung im Nordschleswiger gelangen Sie hier
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25-jähriges Jubiläum der Sektion Nordschleswig des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland
Die Sektion Nordschleswig des Vereins für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), dessen Bundesvorsitzender der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, ist, feiert heute im Haus Nordschleswig in Apenrade ihr 25-jähriges Bestehen. Koschyk ist auch Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland.
Der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e.V. (VDA) versteht sich als kultureller Mittler zwischen den in aller Welt lebenden Deutschen und der alten Heimat, zu denen er vielfältige Kontakte unterhält. Er ist Ansprechpartner und Kontaktstelle zugleich. Seine Zielgruppe sind die rund 14 Millionen Auslandsdeutschen, die sich heute noch zu ihrer deutschen Kultur und Muttersprache bekennen. Der VDA verfolgt keine parteipolitischen Ziele und ist überkonfessionell.
Die Arbeit der Sektion Nordschleswig des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland wird getragen von ca. 400 Mitgliedern. Schwerpunkte der Arbeit sind unter anderem die ideelle, materielle und finanzielle Unterstützung der Deutschen in Schneidemühl und in Masuren, die Gewährung von Stipendien an junge Menschen aus deutschen Minderheiten, die die Deutsche Nachschule in Tingleff besuchen sowie alljährliche Begegnungsfahrten zu deutschen Volksgruppen in Europa.
Die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig besteht seit der Volksabstimmung im Jahre 1920 und umfasst heute etwa 15.000 Mitglieder aus einer Gesamtbevölkerung von 250.000 in Nordschleswig. Die deutsche Volksgruppe unterhält eigene Kindergärten, Schulen und Büchereien, betreibt kirchliche und soziale Arbeit, gibt eine eigene Tageszeitung heraus und bietet in vielen Vereinen sportliche und kulturelle Aktivitäten an.
Die Volksgruppe wird vertreten durch den Bund Deutscher Nordschleswiger. Zum Selbstverständnis der deutschen Minderheit gehören die Pflege eines guten und vertrauensvollen Verhältnisses zur dänischen Mehrheitsbevölkerung und die Funktion als Brückenbauer zwischen Deutschen und Dänen.
Die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig, die sich nach der Abtretung Nordschleswigs an Dänemark nach der Volksabstimmung im Jahre 1920 bildete, hat von Anfang an gute Kontakte zum VDA in Deutschland gepflegt.
Wesentlich hat die Verbreitung der VDA Zeitschrift „Globus“ in Nordschleswig dazu beigetragen, den Blick für die VDA Arbeit zu erweitern.
Seit Anfang der 90er Jahre werden von der VDA Sektion Nordschleswig und von der Deutschen Nachschule Tingleff jährlich mehrere Schüler aus deutschen Minderheiten in Osteuropa für ein ganzes Schuljahr an die Deutsche Nachschule Tingleff in Nordschleswig eingeladen. Dadurch wird ein Stück Völkerverständigung realisiert. Seit der Deutschen Wiedervereinigung und dem Beginn des europäischen Integrationsprozess fördert die VDA Sektion Nordschleswig in Osteuropa insbesondere die Deutschen in Masuren, in Grünberg, in Schneidemühl und in Oberschlesien in Polen sowie die Deutschen in Ungarn.
Ein Schwerpunkt der letzten Jahre ist, dass jährlich mit Unterstützung der Hermann Niermann Stiftung in Düsseldorf und des Bundes Deutscher Nordschleswiger sowie des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig etwa 40 Jugendliche aus den deutschen Minderheiten in Grünberg und in Oberschlesien zu einem 14tägigen Begegnungsaufenthalt in die Bildungsstätte Knivsberg in Nordschleswig eingeladen werden, wo die Begegnung mit Jugendlichen aus der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig und die Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse im Mittelpunkt stehen.
Für die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig hat der Kontakt zum VDA Deutschland einen unverändert hohen Stellenwert. An der Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Sektion Nordschleswig des Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland werden daher auch zahlreiche hochrangige Vertreter des Bundes Deutscher Nordschleswiger erwartet. VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB wird die Festansprache halten. Musikalisch umrahmt wird die Festveranstaltung von jetzigen und ehemaligen Gastschülern der Deutschen Nachschule aus Taksoni in Ungarn, aus Memel in Litauen und aus Stolp in Polen.
VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Koschyk wird im Vorfeld des Jubiläumsfestaktes ein Gespräch mit hochrangigen Vertretern des Bundes deutscher Nordschleswiger sowie anderer Verbände der deutschen Minderheiten führen, um sich über die Situation der Nordschleswiger in Dänemark zu informieren.
Ebenso wird sich Koschyk mit dem Chefredakteur des „Nordschleswigers“, der deutschsprachigen Tageszeitung Dänemarks, Siegfried Matlok, treffen. Siegfried Matlok ist seit 1979 Redaktionsleiter der deutschsprachigen Tageszeitung „Nordschleswiger“ in Apenrade und einer der führenden Repräsentanten der deutschen Minderheit in Dänemark. Für seine Verdienste um die Verbesserung des deutsch-dänischen Verhältnisses wurde er mit dem Dannebrogorden und dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Schulleiter Jorn Warn wird VDA-Bundesvorsitzenden Koschyk bei einem Besuch der Deutschen Nachschule für Nordschleswig in Tingleff über deren Arbeit informieren. Bereits ab Oktober 1946 konnten die ersten deutschen Privatschulen in Tondern, Hadersleben, Sonderburg und Seth ihre Tätigkeit aufnehmen. In den nachfolgenden Jahren wurden weitere Privatschulen gegründet. Hierunter auch die Deutsche Nachschule Tingleff in der Trägerschaft des Volkshochschulvereins für Nordschleswig. In der Deutschen Nachschule Tingleff begegnen sich dänische und deutsche Kultur. Die Schülerinnen und Schüler sollen beide Kulturen kennen und schätzen lernen. Durch Toleranz und gegenseitige Akzeptanz wird so ein Weg geebnet, der den verständnisvollen Umgang der beiden Kulturen miteinander fördert. Auch wird VDA-Bundesvorsitzender Koschyk den „Knisberges“ besuchen und sich mit dem Leiter der Bildungsstätte Knivsberg, Herrn Heiko Frost, austauschen.
VDA-Bundesvorsitzender Koschyk: Die Sektion Nordschleswig des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland leistet seit 25 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag, um das Bewusstsein der Menschen und der Politik in Dänemark für die deutschen Minderheiten wachzuhalten. Zwar ist die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig in Dänemark heute als Minderheit mit ihrer sprachlichen Besonderheit entsprechend der Rahmenkonvention des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten und der Charta zum Schutz von Regional- und Minderheitensprachen anerkannt, aber bedeutsamer als der rechtliche Schutz ist im deutsch-dänischen Miteinander des schleswigschen Grenzlandes ein Klima der Toleranz und der Akzeptanz auf allen Ebenen des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Der VDA wird sich auch weiterhin für ein gutnachbarschaftliches Miteinander von Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung in Dänemark einsetzen. Dieses gutnachbarschaftliche Miteinander drückt sich auch in der selbstverständlichen aktiven und mitgestaltenden Teilnahme der deutschen Nordschleswiger am politischen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben Dänemarks unter Wahrung der eigenen deutsch-nordschleswigschen Identität aus. Auch möchte ich dem Bund Deutscher Nordschleswiger für seine Verdienste um die deutsch-dänische Freundschaft würdigen. Bund der Nordschleswiger und VDA haben einen nachhaltigen Beitrag dazu geleistet, dass die deutsche Minderheit in Dänemark ihre Rolle und die Aufgabe ihrer Einrichtungen als eine Brückenfunktion zwischen deutschen und dänischen Landsleuten versteht und die Nordschleswiger heute als dänische Landsleute, Nachbarn und Freunde angesehen werden.“
Weiterführende Informationen zur Bund deutscher Nordschleswiger finden Sie hier.
Aktuelle Informationen zum Wahlrecht für Auslandsdeutsche!
Mit der Bundestagswahl am Sonntag, dem 22. September 2013, stellen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger unseres Landes die Weichen für die Politik in der nächsten Legislaturperiode. Auch im Ausland lebende Deutsche haben die Möglichkeit, einen förmlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis zu stellen und somit bei den Bundestagswahlen von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland hat sich das Ziel gesetzt, die im Ausland lebenden Deutschen verstärkt über ihr Bundestagswahlrecht zu informieren.
Auf Initiative von Christoph Lanz, Multimediadirektor GLOBAL bei der Deutschen Welle, hat die Deutsche Welle darüber hinaus einen Filmbeitrag erstellt, um über Möglichkeiten zur Teilnahme an der Bundestagswahl zu informieren. Den Filmbeitrag finden Sie im Internet unter
http://mediacenter.dw.de/german/video/item/959073/Wahlrecht_f%C3%BCr_Deutsche_im_Ausland/
Die „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ wurde vom saarländischen Unternehmer Dr. jur. Kurt Linster im Jahre 2004 errichtet. Die Stiftung fördert Maßnahmen, die dem Erhalt der deutschen Sprache und Kultur sowie der Völkerverständigung dienen. Es werden unter anderem der Jugend-, Schüler-, und Studentenaustausch gefördert, Kongresse, Vortragsveranstaltungen und Seminare durchgeführt und Kulturprojekte deutschsprachiger Medien im Ausland gefördert. Auch werden deutsche Schulen und Kindergärten im Ausland finanziell unterstützt und humanitäre Hilfe für bedürftige Deutsche im Ausland geleistet.
Vorsitzender der Stiftung Verbundenheit ist der Geschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Automobilindustrie, Dr. Kay Lindemann. Vorsitzender des Stiftungsrates ist der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Hartmut Koschyk MdB.
Nach dem Bundeswahlgesetz sind auch diejenigen Deutschen im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes wahlberechtigt, die am Wahltag außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben, sofern sie
entweder nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres (das heißt vom Tage ihres 14. Geburtstages an) mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurück liegt oder
wenn sie aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben haben und von ihnen betroffen sind.
Die Wahlberechtigung auf Basis dieser zweiten Alternative kann im Einzelfall durch die näheren Lebensumstände belegt werden. Eine rein passive Kommunikationsteilnahme, etwa durch Aufnah-me deutschsprachiger Medien im Ausland, genügt nicht. Nach der amtlichen Gesetzesbegründung kommen unter anderen Ortskräfte mit deutscher Staatsangehörigkeit an deutschen Auslandsvertretungen, deutsche Mitarbeiter an Goethe-Instituten, an den deutschen geisteswissenschaftlichen Instituten im Ausland, an deutschen Auslandsschulen, bei den Auslandsbüros der politischen Stiftungen, Organisationen der deutschen Enttwicklungszusammenarbeit oder der Außenhandelskammern sowie Korrespondenten deutscher Medien als wahlberechtigter Personenkreis in Betracht. Gleiches gilt für sogenannte Grenzpendler, die ihren Wohnsitz zwar im Ausland – zumeist nahe der Bundesgrenze – haben, ihre Arbeits- oder
Dienstleistung aber regelmäßig im Inland erbringen. Ebenfalls werden in der Gesetzgebung Auslandsdeutsche genannt, die durch ein Engagement in Verbänden, Parteien und sonstigen Organisationen in erheblichem Umfang am politischen und gesellschaftlichen Leben der Bundesrepublik Deutschland teilnehmen.
Die Tatsachen, die eine persönliche und unmittelbare Vertrautheit mit und Betroffenheit von den politischen Verhältnissen in der undesrepublik Deutschland belegen, sind zusammen mit dem förmlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis glaubhaft zu machen.
Die zuständige Gemeinde entscheidet, ob die Voraussetzungen zur Ausübung des Wahlrechtes vorliegen. Gegen diese Entscheidung kann schriftlich Einspruch eingelegt werden.
Der Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis muss bis spätestens zum 21. Tag vor der Wahl (1. September 2013) bei der zuständigen Gemeinde in Deutschland eingehen. Die Frist kann nicht verlängert werden.
Zuständig ist die Gemeinde, bei der man vor Fortzug aus Deutschland zuletzt gemeldet war. Für Wahlberechtigte, die niemals für mindestens drei Monate im Inland wohnhaft waren, ist entscheidend, an welchem Ort im Inland sich ihre Betroffenheit von den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland schwerpunktmäßig manifestiert.
Antragsvordrucke sind ferner bei den diplomatischen und berufskonsularischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland, bei den Kreiswahlleitern in der Bundesrepublik Deutschland sowie beim Bundeswahlleiter, Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn, Postfach 17 03 77, 53029 Bonn, Germany oder über das Kontaktformular vom Büro des Bundeswahlleiters im Internet unter
https://www.destatis.de/DE/Service/Kontakt/Bundeswahlleiter/Kontakt.html erhältlich.
Weitere ausführliche Informationen und den Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis finden Sie ebenfalls unter der Internet-adresse: http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/auslandsdeutsche
Stiftung Verbundenheit informiert über Wahlrecht für Auslandsdeutsche
Rat und Vorstand der Stiftung Verbundenheit trafen sich am 24. April 2013 zu einer Sitzung in Berlin. Auf Einladung der Stiftung nahm an diesem Gespräch auch der Leiter des Referats für Bundestagswahlrecht, Parteienrecht und Europawahlrecht des Bundesministeriums des Innern, Dr. Henner Jörg Boehl, teil. Er informierte die Gremienmitglieder der Stiftung über die bevorstehenden Änderungen im Wahlrecht für Auslandsdeutsche. Eine Neuregelung über die Wahlberechtigung dieser Personengruppe war erforderlich geworden, nachdem das Bundesverfassungsgericht am 4. Juli 2012 die bis dahin geltenden Bestimmungen für verfassungswidrig erklärt hatte. Danach waren im Ausland lebende Deutsche pauschal dann wahlberechtigt, wenn sie vor ihrem Fortzug mindestens drei Monate ununterbrochen in Deutschland gewohnt oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten. Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts bewirkte diese Vorschrift eine Ungleichbehandlung innerhalb der Gruppe der Auslandsdeutschen, da sie diejenigen Auslandsdeutschen, die das Erfordernis eines früheren dreimonatigen Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland nicht erfüllen, das aktive Wahlrecht versagt hatte. Es sei – so das Bundesverfassungsgericht – zwar verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber bei der Wahlbeteiligung der Auslandsdeutschen den Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl nicht voll verwirkliche, weil die Fähigkeit, am politischen Willensbildungs- und Meinungsprozess mitzuwirken, ein Mindestmaß an persönlich und unmittelbar erworbener Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in Deutschland erfordere. Die Anknüpfung der Wahlberechtigung allein an einen früheren dreimonatigen Daueraufenthalt verstoße indes gegen das Grundgesetz.
Nach dieser Entscheidung hat der Gesetzgeber mittlerweile eine Neuregelung auf den Weg gebracht. Der einschlägige Gesetzentwurf wurde am 31. Januar 2013 vom Bundestag beschlossen und am 1. März 2013 vom Bundesrat gebilligt. Das neue Wahlrecht soll durch Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kürze in Kraft treten. Es erklärt Auslandsdeutsche für wahlberechtigt, wenn sie nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt oder wenn sie aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik vertraut geworden und von ihnen betroffen sind.
Die Stiftung Verbundenheit hat auf der Basis dieser Informationen beschlossen, die im Ausland lebenden Deutschen verstärkt über ihre Möglichkeiten zur Teilnahme an der Bundestagswahl zu informieren. Dazu ist geplant, die neuen Regelungen zum Wahlrecht über deutschsprachige Medien im Ausland zu publizieren. In diesem Zusammenhang wird die Stiftung auch das Gespräch mit dem Auswärtigen Amt suchen, um zusätzliche regierungsseitige Aufklärungsmaßnahmen anzuregen. Zusätzlich kündigte Christoph Lanz, Multimediadirektor GLOBAL bei der Deutschen Welle, ein ergänzendes Informationsangebot der Deutschen Welle an. Für diese Bereitschaft dankten die anwesenden Rats- und Vorstandsmitglieder Herrn Lanz ausdrücklich.
Finanzstaatssekretär Koschyk trifft Präsidentin der der Dachorganisation der amerikanischen „Samstagsschulen“
Finanzstaatssekretär Koschyk gemeinsam mit der Präsidentin der German Language School Conference, Frau Dr. Renate von Ludanyi, dem Vorstandsmitglied der German Language School Conference, Dr. Heidemarie Tirey und der Bundesgeschäftsführerin des Vereins für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), Petra Meßbacher
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Hartmut Koschyk MdB, ist in Berlin mit der Präsidentin der German Language School Conference, der Dachorganisation der amerikanischen „Samstagsschulen“ Frau Dr. Renate von Ludanyi, zusammengetroffen. Finanzstaatssekretär Koschyk ist Bundesvorsitzender des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland. Sprach-/Samstagsschulen sind eine typisch amerikanische Einrichtung. Es gibt sie für die meisten Immigrantensprachen in diesem Land. Sie sind eine Antwort auf die Bedürfnisse von Identitäts-, Sprach- und Kulturerhalt nicht nur von langansässigen Einwanderern, sondern zunehmend auch von Personen, die im Zuge des globalen Arbeitsmarktes ihren Wohnsitz in den USA gefunden haben.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der Gesetzentwurf über die künftigen Förderregelungen für deutsche Auslandsschulen. Mit dem Auslandsschulgesetz soll für Schulen, die einen stabilen Schulbetrieb aufgebaut haben, ein gesetzlicher Anspruch geschaffen werden. Wenn eine Schule über mehrere Jahre konstant eine bestimmte Zahl von Absolventen hervorbringt und die Ansprüche an den ordnungsgemäßen Betrieb einer Deutschen Auslandsschule erfüllt, erfolgt ihre Förderung nicht mehr freiwillig durch Zuwendungen des Bundes, sondern als gesetzliche Pflichtleistung.
Dr. von Ludanyi erklärte, dass der Gesetzesentwurf die Zahl der förderungsberechtigen Schulen zu sehr einschränkt, die Förderungskriterien zu hoch ansetzt und dass neben anderen bisher geförderten Schulen die deutschen Sprachschulen im Ausland, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz anbieten, nicht in die gesetzlich geregelte Förderung übernommen wurden. Die GLSC habe deshalb aufbauend auf Änderungsvorschlägen des Weltverbandes Deutscher Auslandsschulen ergänzende Vorschläge ausgearbeitet. Ziel ist es, dass auch die Sprachschulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten, erstens unter den Begriff „Deutsche Auslandsschule“ fallen und zweitens durch Anerkennung des Deutschen Sprachdiploms als förderfähigen Abschluss einen Förderanspruch erhalten. Finanzstaatssekretär Koschyk zeigte großes Verständnis für die Forderung der GLSC, dass auch die Samstagsschulen einen gesetzlich festgeschriebenen Förderanspruch erhalten.
Vorstellung des “Handbuchs der deutschsprachigen Presse im Ausland” in derVertretung des Freistaates Bayern in Berlin
Eine Erstausgabe des Medienhandbuches überreichten der Stiftungsvorsitzende Dr. Kay Lindemann, Stiftungsratsvorsitzender und VDA-Bundesgeschäftsführer Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB und IMH-Gründer Björn Akstinat an Frau Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper MdB.
In der Vertretung des Freistaates Bayern in Berlin wurde in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das „Handbuch der deutschsprachigen Presse im Ausland” öffentlich vorgestellt.
Das neue Informations- und Nachschlagewerk wurde im Auftrag der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) von der Internationalen Medienhilfe (IMH) unter Federführung von Herrn Björn Akstinat erstellt. Das Handbuch wurde vom Auswärtigen Amt gefördert. Eine Erstausgabe des Medienhandbuches überreichten der Stiftungsvorsitzende Dr. Kay Lindemann, Stiftungsratsvorsitzender und VDA-Bundesgeschäftsführer Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB und IMH-Gründer Björn Akstinat an Frau Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper MdB.
Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften erscheinen nicht nur in Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz. Für Touristen, international agierende Geschäftsleute, Sprachschüler, Germanistik-Studenten und andere Personengruppen werden in fast allen Regionen der Welt deutschsprachige Medien produziert. Bisher erhielten Interessierte nur sehr schwer einen Überblick über die vielfältige deutschsprachige Presseszene im Ausland. Das Handbuch soll diese Lücke als künftiges Standardwerk füllen.
Der Vorsitzende der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, Dr. Kay Lindemann
Stiftungsvorsitzender Dr. Lindemann erklärte, dass die Idee für die Erstellung des „Handbuches der deutschsprachigen Presse im Ausland“ im Zuge der erstmaligen Verleihung des Medienpreises „Dialog für Deutschland“ der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland entstanden sei. Vielfach werde unterschätzt welche Leistung von den deutschsprachigen Medien im Ausland und deren rund 2000 Publikationen in der Sprache Goethes ausgehe. Diese stärken häufig das Bewusstsein für die deutsche Sprache, stehen für eine bewegte Geschichte, sind Sprach- und Kulturbotschafter und nehmen nicht selten die Rolle einer Lokalzeitung ein. Ebenfalls haben die deutschsprachigen Medien auch eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Bedeutung, so Stiftungsvorsitzender Dr. Lindemann.
Staatsministerin Pieper beglückwünschte die Initiatoren „zu diesem wertvollen Beitrag zur Förderung der Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“
Staatsministerin Pieper betonte, dass Sie gerne die Herausgabe des Medienhandbuches durch das Auswärtige Amt unterstützt habe und beglückwünschte die Initiatoren „zu diesem wertvollen Beitrag zur Förderung der Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland.“„Die Internationale Medienhilfe, die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland liefern mit dem Handbuch der deutschsprachigen Presse im Ausland, das das Auswärtige Amt gerne unterstützt hat, eine beachtliche Premiere: Sie haben über 2000 regelmäßig erscheinende deutschsprachige Publikationen in knapp 100 Ländern erhoben und auf über 300 Seiten eine beeindruckende Sammlung zusammengestellt“, so Staatsministerin Pieper. Deutschsprachige Druckerzeugnisse im Ausland spielen eine wichtige Rolle als Kommunikationsmittel, als auch als Vermittler zwischen Ländern und Kulturen und verkörpern einen Ansatz, der in der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik selbstverständlich geworden sei: den „deutschen Blick“ vor Ort, angepasst an die jeweiligen regionalen Besonderheiten, so Staatsministerin Pieper. Druckerzeugnisse, die auch qualitativ überzeugen, würden zur Förderung des Deutschlandbilds beitragen und wenn man Menschen weltweit für unsere Werte und Ideen gewinnen wolle, sei ein positives und wirklichkeitsgetreues Bild unseres Landes im Ausland unverzichtbar, so die Staatsministerin.
Björn Akstinat gemeinsam mit dem Stiftungsvorsitzenden Dr. Kay Lindemann, dem Bevollmächtigten der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft e.V. Dr. Andreas H. Apelt, der Bevollmächtigten des Landes Niedersachsen beim Bund, Staatssekretärin Martina Krogmann, dem Leiter der Bayerischen Landesvertretung Dr. Thomas Gruber und Stiftungsratsvorsitzenden und VDA-Bundesvorsitzenden, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB
IMH-Gründer Björn Akstinat dankte den zahlreichen deutschen Auslandsbotschaften, den Goethe-Instituten und den Aussenstellen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), für deren Unterstützung bei der Recherche deutschsprachiger Presse im Ausland. Die Erstellung des Handbuches habe ihm gezeigt, dass es im Ausland eine vitale deutschsprachige Medienszene gebe. So sei in Mexiko vor Kurzem eine neue deutschsprachige Zeitung erschienen und in Schottland sei eine neue deutschsprachige Zeitung in Planung. Dennoch gebe es aber auch auf vielen Erdteilen Staaten, wo man noch sehr auf eine deutschsprachige Zeitung warte, wie beispielsweise in Südafrika, wo rund 250.000 deutschsprachige Menschen wohnen würden.
Stiftungsratsvorsitzender und VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Koschyk dankte IMH-Gründer Björn Akstinat, der mit einem kleinen Stab dieses großartige Werk geschaffen habe.
Stiftungsratsvorsitzender und VDA-Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Koschyk dankte IMH-Gründer Björn Akstinat, der mit einem kleinen Stab dieses großartige Werk geschaffen habe. Ebenso danke Finanzstaatssekretär Koschyk Staatsministerin Pieper für die Unterstützung des Auswärtigen Amtes bei der Erstellung des Handbuches der deutschsprachigen Presse im Ausland. Abschließend hob Finanzstaatssekretär Koschyk die Bedeutung der Auslandschulen hervor. Ohne die Entsendung von Lehrern aus den Bundesländern, neben den Programmlehrern, könnte das flächendeckende Netz deutscher Auslandschulen nicht erhalten werden, was große Anstrengungen von Bund und Ländern erfordere. Er danke Staatsministerin Pieper ausdrücklich, dass Sie mit einer Gesetzesinitiative auf dem Weg sei den deutschen Auslandsschulen mehr Planungssicherheit zu geben.
Gemeinsam mit dem Geschäftsstellenleiter des Weltverbandes deutscher Auslandsschulen, Thilo Klingebiel
Stiftungsvorsitzender Dr. Kay Lindemann, der Bevollmächtigte der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft e.V. Dr. Andreas H. Apelt, der Botschafter von Tunesien, S.E. Elyes Ghariani und Stiftungsratsvorsitzender und VDA-Bundesvorsitzender, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB
Zum Redebeitrag von Staatsministerin Cornelia Pieper gelangen Sie hier.
Videoimpressionen zur Theateraufführung “Wallenberg” der Deutschen Bühne Ungarn in Berlin
Theateraufführung „Wallenberg“ des Ensembles der “Deutschen Bühne Ungarn” aus Szekszárd begeistert die Zuschauer im Berliner Admiralspalast
Finanzstaatssekretär Koschyk gemeinsam mit dem ungarischen Botschafter Dr. József Czukor (links) , Unternehmer Hans Wormser (rechts) und dem Ensemble der “Deutschen Bühne Ungarn” unter der Leitung von Frau Ildikó Frank (mitte)
Vom 8. bis 9. November 2012 fand in Berlin das Deutsch-Ungarische Forum statt. Im Rahmen des Deutsch-Ungarischen Forums hatte die ungarische Botschaft gemeinsam mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und dem Verein für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, dessen Stiftungsratsvorsitzender und Bundesvorsitzender Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk ist, das Ensemble der „Deutschen Bühne Ungarn“ in der südungarischen Stadt Szekszárd nach Berlin eingeladen, um im Berliner Admiralspalast das Stück über das Leben von Raoul Wallenberg aufzuführen. Zu den wichtigsten Aufgaben der Deutschen Bühne Ungarn gehören die Pflege und Vermittlung der deutschen Sprache, aber auch die Bewahrung der kulturellen Werte der mehr als 200.000 Ungarndeutschen.
Die rund 450 Zuschauer der Theateraufführung zeigten sich begeistert vom Auftritt der “Deutschen Bühne Ungarn”
Die ungarndeutsch-österreichische Koproduktion des Dramas des 1930 in Graz geborenen früheren Fernseh- und Theaterautors Ernst Pichler handelt vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der Tausende ungarische Juden vor dem Holocaust gerettet hat. Die Uraufführung in der Inszenierung von Alex Linse fand bereits am 3. Oktober 2011 in Ungarn statt. Der österreichische Regisseur und Autor Ernst Pichler begann seine Laufbahn als Hilfsregisseur in der Volksoper in Graz, dann arbeitete er als Regisseur in Frankreich, Italien und in den USA. Später wechselte er zum Saarländischen Rundfunk und wandte sich dem Drama zu.
Raoul Wallenberg (1912 – 1947?) entstammte einer berühmten schwedischen Bankiers- und Unternehmerfamilie. Als erster Sekretär der schwedischen Gesandtschaft in Ungarn war es ihm dank seines Diplomatenstatus und mit Unterstützung der schwedischen Regierung möglich, Maßnahmen zur Rettung der dort lebenden Juden anzustreben. Nach der Eroberung von Budapest durch die Rote Armee versuchte er, mit den Sowjets Kontakt aufzunehmen, wurde jedoch gefangengenommen, verschleppt und landete schließlich in der berüchtigten Geheimdienstzentrale Lubjanka in Moskau. Dem schwedischen Gesandten in Moskau wurde mitgeteilt, dass sich Wallenberg in der Obhut der Roten Armee befinde und dass es ihm gut gehe. Doch dann verliert sich seine Spur; sein Tod ist bis heute nicht wirklich geklärt.
Wallenbergs bis heute nicht geklärtes Schicksal ist es, das der Autor Ernst Pichler – ausgehend von historischen Fakten und Personen – theatralisch behandelt. Entstanden sind nicht nur eine Hommage an Wallenberg und ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen, sondern auch ein packendes psychologisches Drama.
Botschafter Dr. Czukor dankte Finanzstaatssekretär Koschyk als Stiftungratsvorsitzender und VDA-Bundesvorsitzender der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, für die gemeinsame Ausrichtung der Theateraufführung
Der Botschafter der Republik Ungarn, Herr Dr. Czukor, dankte Finanzstaatssekretär Koschyk als Stiftungratsvorsitzender und VDA-Bundesvorsitzender der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, für die gemeinsame Ausrichtung der Theateraufführung sowie für die Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner MdB und des Inhabers der Spedition Wormser in Herzogenaurach, Hans Wormser. Botschafter Dr. Czukor erklärte, dass die „Deutsche Bühne Ungarn“ das einzige professionelle deutschsprachige Theater Ungarns sei. 1994 konnte die „Deutsche Bühne Ungarn“ mit Unterstützung seitens des ungarischen Staates und der Bundesrepublik Deutschland sowie verschiedener Stiftungen und Vereine in das ehemalige Kino Világ Mozgó, gelegen im Zentrum von Szekszárd, umziehen. Seitdem hat die „Deutsche Bühne Ungarn“ den Zuschauern sowohl in Ungarn als auch im Ausland die Qualität des Theaters stets aufs Neue vor Augen geführt. Die Auswahl des Theaterstücks fiel auf das von Ernst Pichler geschriebene Drama „Wallenberg“, da in Ungarn in diesem Jahr an dessen 100. Geburtstag mit einem Gedenkjahr und einer Reihe von Veranstaltungen erinnert werde und die heimische deutschsprachige Weltpremiere vom Autor Ernst Pichler ausdrücklich für die „Deutsche Bühne Ungarn“ in Szekszárd konzipiert worden sei. Gleichzeitig würde die Symbolkraft dieses Theaterstückes, gerade an einem 9. November und aufgeführt von einem deutschen Minderheitentheater aus Ungarn, für sich sprechen, so Botschafter Czukor. Man wollte in diesem Jahr das diesjährige deutsch-ungarische Forum mit etwas Besonderen abschließen und die Aufführung des Theaterstückes „Wallenberg“ hätte nicht besser gewählt werden können.
Auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Innenstaatssekretär Dr. Christoph Bergner MdB, unterstütze die Theateraufführung
Staatssekretär Dr. Bergner betonte, dass es ihm als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten ein besonderes Anliegen sei, dass die deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa als kulturelle Brückenbauer arbeiten und daran mitwirken, in einem vereinten Europa zu einem gemeinsamen kulturellen Selbstverständnis zu gelangen bis hin zu einem gemeinsamen europäischen Identitäts- und Geschichtsbewusstsein. In diesem Sinne leiste diese Veranstaltung mit diesem Thema und an diesem Tag einen ganz besonderen Beitrag, wofür er der „Deutschen Bühne Ungarn“ und den Veranstaltern herzlich danke.
Finanzsstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB, der Stiftungratsvorsitzender und Bundesvorsitzender der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) ist, hob in seinem Grußwort die Bedeutung von Raoul Wallenberg hervor
Auch für Finanzstaatssekretär Koschyk könnte die Auswahl des Theaterstückes – das zeitgenössische Drama von Ernst Pichler über das Schicksal des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg – aufgeführt durch die Deutsche Bühne Ungarn nicht besser gewählt sein. Die Theateraufführung der Deutschen Bühne Ungarn an einem 9. November 2012 in Berlin unterstreiche nicht nur die guten deutsch-ungarischen Beziehungen, sondern die Theateraufführung zeige auch, dass man sich nicht vor der deutsch-ungarischen Geschichte verschließe und dass man nicht die Humanität, den Opfermut und die Zivilcourage wie die eines Raoul Wallenberg vergesse, der in dunkelsten Zeiten für Menschen Licht bedeutet habe. Wir arbeiten an einem Europa, in dem ganz besonders nationale, religiöse und ethnische Minderheiten geschützt werden müssten. Dies sei das kulturpolitische Programm der Theateraufführung „Wallenberg“, so Finanzstaatssekretär Koschyk. Er wünsche sich auch, dass die Theateraufführung nachdenklich mache und dass man in einer Zeit, in der Wolken über Europa stehen, aus einer Persönlichkeit wie Raoul Wallenberg den Mut schöpfe, die kleineren Herausforderungen in der heutigen Zeit in Europa entschlossen anzugehen.
Der Autor Ernst Pichler legt seiner Hauptfigur den Satz „Ich bin Optimist“ in den Mund. Wallenberg behält auch in Gefangenschaft Ruhe und Selbstsicherheit. Er wird weder gefoltert, noch verhört. Den Spritzen, die ihn gefügig machen sollen, kann Wallenberg allerdings nicht entgehen. Oft ist eine Szene beklemmender als die vorangegangene. Durchatmen zu können scheint nicht im Sinne des Autors – und auch nicht des Regisseurs zu sein. Des Autors Gedanke ist „So hätte es sein können”, weil das Ende von Wallenberg nicht eindeutig historisch belegt ist. Es war eine hervorragende Vorstellung mit vielen Fragen zu Ethik, Politik und Kontroversen zur Person des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der nicht als Held, sondern als Mensch dargestellt wurde.
Zum Grußwort von Finanzstaatssekretär Koschyk gelangen Sie hier.
Weiterführende Informationen zur „Deutschen-Bühne Ungarn“ finden Sie hier.
Zu Videoimpressionen der Theateraufführung gelangen Sie hier.
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Berlin
Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) veranstaltet vom 23. bis 25. Oktober in Berlin ihre Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM). Im Mittelpunkt der Jahrestagung steht ein von der FUEV gemeinsam mit den deutschen Minderheiten in Europa veranstalteter Parlamentarischer Empfang mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner MdB.
Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen vertritt als größter Dachverband 94 Mitgliedsorganisationen aus 32 Ländern und wurde 1949 in Paris gegründet. An der diesjährigen Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der FUEV nehmen 13 deutsche Minderheiten teil, vertreten durch ihre Vorsitzende oder
Vorstandsmitglieder. Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen trifft sich in der Regel einmal im Jahr. Es handelt sich um eine 1991 in Budapest gegründete informelle Arbeitsgemeinschaft, die alle Organisationen vereint, die in der FUEV, dem europäischen Dachverband, zusammengeschlossen sind und sich als Verbände deutscher Minderheiten betrachten.
Auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordneten, Hartmut Koschyk MdB, besuchten die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten auch das Reichstagsgebäude und konnten von der Reichstagskuppel das beeindruckende Berliner Panorama auf sich wirken lassen. Finanzstaatssekretär Koschyk, der ehrenamtlich Bundesvorsitzender des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland ist, begrüßte die Teilnehmer der Jahrestagung persönlich im Jakob-Kaiser-Haus, das sich direkt neben dem Reichstagsgebäude befindet. Gemeinsam diskutierte man, wie man den Anliegen der deutschen Volksgruppe im Ausland besser Gehör verschaffen könne.
Finanzstaatssekretär Koschyk begrüßte es, dass die Arbeitsgemeinschaft in Fortführung des letzten Treffens 2011 in Eupen eine bessere politische Vernetzung der deutschen Minderheiten in Europa anstrebe. Ziel sollte es sein, ein gemeinsames Strategiepapier für die Bundesregierung zu erarbeiten. Eine alljährliche „Berliner Konferenz“ der Arbeitsgemeinschaft mit den für die deutsche Minderheit zuständigen Vertretern des Bundesministeriums des Innern, des Auswärtigen Amtes, des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, aber auch mit Vertretern aller Fraktionen im Deutschen Bundestag, könnte dazu beitragen, die Interessen der deutschen Volksgruppen im Ausland besser zu bündeln und Bunderegierung und Bundestag in Berlin zu präsentieren.
Ebenso wies Finanzstaatssekretär Koschyk darauf hin, dass die ungarische Botschaft in Kooperation mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und dem Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland, die Deutsche Bühne Ungarn aus der südungarischen Stadt Szekszárd eingeladen hat, am 9. November ein Theaterstück über das Leben des schwedischen Diplomaten Roul Wallenberg im Berliner Admiralspalast
aufzuführen. Andere deutsche Volksgruppen in Europa sollten diesem Beispiel folgen, um im Rahmen einer künftigen „Berliner Konferenz“ durch eine Kulturveranstaltung mit einer entsprechenden Botschaft die kulturelle Ausstrahlung deutscher Minderheiten in Europa in das öffentliche Bewusstsein der Bundeshauptstadt zu rücken.

































